THEATER COUTURIER aus Berlin

„ 2 Löcher im Eis" oder "Die Rückkehr der Tiere"

Sonntag, 12. November 2017 um 16 Uhr



Ein Inuitmärchen mit Figuren, Objekten und Live-Musik für Familien und Kinder ab 5 Jahren

Zwei mutige Waisenkinder ziehen aus, um ihr Dorf vor dem Verhungern zu retten.
Keine leichte Aufgabe.
Sie wagen die gefährliche Reise durch das Nordmeer und steigen hinab in die Tiefe zur Mutter des Meeres,
denn diese muss besänftigt werden, damit sie die Tiere, die sie am Meeresgrund zurück hält, für die Menschen wieder freigibt. Gespielt mit Figuren, erzählt, gesungen und von Live-Musik begleitet, nimmt uns die Geschichte mit auf die Reise in eine ferne und faszinierende Welt.

Dauer 45 min.
Spiel: Martina Couturier
Musik: Ulrike Monecke
Szenografie: Rudolf Schmid

Gefördert vom Berliner Kultursenat


Martina Couturier ist Schauspielerin, Puppenspielerin und Regisseurin in Berlin. Sie entwickelt Theaterstücke und ist damit zu Gast auf internationalen Festivals. Sie schöpft aus der Vielfalt der darstellerischen Möglichkeiten, um kleine und berührende Geschichten zu erzählen. Sie löst formale Grenzen nicht auf, sondern verknüpft sie miteinander, dass sie wie aus einem Guss wirken. So entsteht eine ihr eigene poetische, musikalische und bildhafte Theatersprache.



Theater Couturier
Theater Couturier

unterstützt vom Theater Vogelfrei, Prien

 

Die Rückkehr der Tiere

Das Eskimomärchen für Kinder ab 5 Jahren (und Erwachsene) führte in eine archaische Welt, die den achtsamen Umgang mit der Natur zum Thema hatte. Karg wie das Polarmeer im Winter war die Bühnenfläche, so dass man sich ganz auf das Spielgeschehen und die Erzählerin des Märchens konzentrieren konnte. Es war gut nachvollziehbar, dass es nicht einfach ist, in einer kalten, oft schneebedeckten Landschaft zu überleben. Und wo waren die Tiere? In dem Dorf, in dem auch zwei Waisenkinder lebten, drohten die Menschen zu verhungern. Schon lange hatte kein Jäger mehr ein Tier gesehen. Die Erwachsenen waren ratlos. Die beiden Kinder machten sich auf den abenteuerlichen und gefährlichen Weg zur Mutter des Meeres. Sie wollten sie um Rat fragen. Doch die Mutter war zornig. Deshalb hielt sie die Bären, Füchse, Bartrobben, Fjordrobben, Grönlandrobben, Seerobben, Narwale, Walrosse und Vögel bei sich gefangen. Wie es den Kindern gelang, die Mutter des Meeres zu besänftigen, wie die Tiere wieder frei kamen, so dass die Menschen überleben konnten, erzählte und spielte Martina Couturier auf ruhige und dennoch fesselnde Weise, zu der die einfachen Figuren gut passten. Begleitet wurde sie von Ulrike Monecke mit Trommeln und Rasseln, den typischen Musikinstrumenten der Eskimos, so dass man vollkommen in diese berühmteste Geschichte der Eskimovölker abtauchen konnte. Wunderbar!

(Kritik nach dem Auftritt beim Puppentheaterfestival in Husum)